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Liquiditätsplanung, Cash Conversion Cycle (CCC) und Free Cash Flow (FCF)

Hohe Kosten durch mangelnde Liquiditätsplanung trifft KMU besonders stark

Die Liquiditätsplanung ist ein essentieller Bestandteil in der heutigen Unternehmensführung. Das erhöhte Risiko, das von Geldknappheit ausgeht, führt zu höheren Finanzierungskosten sowie Einbussen in der Effizienz der Wertschöpfungskette.

Dass kleine und mittlere Unternehmen mehr Schwierigkeiten in der Liquiditätsplanung haben, kann mithilfe des Cash Conversion Cycles (CCC) veranschaulicht werden. Der CCC misst die Zeit, die ein Unternehmen benötigt um eingesetztes Geld wieder zurückzugewinnen.

In der Schweiz liegt der durchschnittliche CCC für KMU bei 77 Tagen. Grossunternehmen, die dank Ihrer Marktmacht von kürzeren Zahlungsfristen profitieren, gewinnen eingesetztes Kapital im Schnitt bereits nach 56 Tagen wieder zurück.

Cash Conversion Cycle (CCC) = Lagerumschlag + Debitorenumschlag – Kreditorenumschlag

Investitionen schnell in Profite umwandeln zu können zahlt sich aus

Dass solch niedrigere CCCs sich zu grossem Masse auf die Rentabilität eines Unternehmens auswirken können, zeigt eine Studie der ETH Zürich. Die Studie verwendet den ROCE (= EBIT / (Gesamtkapital – (kfr. Verbindlichkeiten + liq. Mittel))) als Indikator der Profitabilitäts- und Effizienzmessung und stellt ganz klar fest, dass Firmen mit niedrigerem CCC, höhere ROCEs ausweisen.

Relation zwischen CCC und ROCE
CCC ROCE
Durchschnitt für Grossunternehmen 56 Tage 15%
PepsiCo(Nr.1) 20 Tage 45.5%

Kurze Verträge mit Debitoren, lange Verträge mit Kreditoren und eine effizientere Lagerbewirtschaftung sind der Schlüssel

Hochprofitable Firmen tun alles um Ihre Aktiven möglichst flüssig zu halten und einen möglichst hohen Free Cash Flow (FCF) ausweisen zu können.

Auf der Debitorenseite haben verschiedenste Studien gezeigt, dass eine Verbesserung der Kundenbeziehung zu besserer Zahlungsmoral führt. Im Konflikt dazu ist natürlich das Mahnwesen, welches nach wie vor ebenfalls sehr wichtig ist, jedoch von Kunden nicht allzu gern gesehen wird. Oftmals vergessen wird hingegen, dass man anstelle von ständigen Mahnungen auch Anreize schaffen kann. Studien haben gezeigt, dass Anreize (z.B. eine Erhöhung der Kreditlimite) sehr wirksam sein können. Zuletzt können unbezahlte Debitorenrechnungen mittels online Plattformen wie Advanon auch vorfinanziert werden.

Auf der Kreditorenseite geht es darum, möglichst lange Zahlungsperioden für Ihr Unternehmen auszuhandeln. Oftmals erreichen Sie das mit guten Argumenten. Sagen Sie, dass bei einer Verbesserung der Bilanzposition sich auch die Nachfrage auf der Kreditorenseite erhöht.

 

Zuletzt helfen effizientere Prozesse, nicht zwingend die Kennzahlen zu verbessern, aber allgemein die Kosten zu reduzieren. Dies führt natürlich schlussendlich auch dazu, dass Sie mehr Liquidität zur Verfügung haben. Eine Effizienzsteigerung kann Beispielsweise durch Automatisierung oder eine Reduzierung der Abwicklungsdauer der Rechnung erreicht werden.

 

Letztes Update am Mai 2, 2017

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