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Die ordnungsgemässe Rechnungslegung

Was sind die Grundsätze ordnungsgemässer Rechnungslegung?

Die Grundsätze von ordnungsmässiger Rechnungslegung ist im Gesetz (Obligationenrecht) verankert und betreffen somit alle Gesellschaften:

OR Art. 958 c: Für die Rechnungslegung sind insbesondere die folgenden Grundsätze massgebend

  1. Sie muss klar und verständlich sein
  2. Sie muss vollständig sein
  3. Sie muss verlässlich sein
  4. Sie muss das Wesentliche enthalten
  5. Sie muss vorsichtig sein
  6. Es sind bei der Darstellung und der Bewertung stets die gleichen Massstäbe zu verwenden (» Stetigkeit)
  7. Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag dürfen nicht miteinander verrechnet werden (» Bruttoprinzip; Verrechnungsverbot).

Der Bestand der einzelnen Positionen in der Bilanz und im Anhang ist durch ein Inventar oder auf andere Art nachzuweisen (» Das ganze Vermögen und alle wesentlichen Vermögenspositionen sind in einem Inventar aufzunehmen)

Im Wesentlichen sind folgende Punkte dabei zu beachten:

  • Der Bilanzleser muss verstehen und sich darauf verlassen können, was in der Bilanz steht. Die Bilanzpositionen müssen entsprechend klar bezeichnet werden (z.B. EDV) und dort muss dann auch EDV drin sein.
  • Es müssen alle Geschäftsfälle abgebildet sein (nichts neben der Buchhaltung vorbei) und es besteht für jede Buchung ein Beleg („keine Buchung ohne Beleg“).
  • Die Bewertung von Positionen (z.B. von Fahrzeugen) muss vorsichtig sein, also der Wert darf nicht zu hoch angegeben werden (jedoch ist zu tief erlaubt) und die Abschreibung muss immer nach dem gleichen Prinzip erfolgen (Stetigkeit)
  • Positionen dürfen nur zusammengefasst werden, wenn sie gleichartig sind. So dürfen Vermögen und Schulden sowie Aufwand und Ertrag nicht verrechnet (brutto ausweisen).
Letztes Update am Mai 2, 2017

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