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Inhalt eines Arbeitsvertrags

Was ist der Inhalt eines Arbeitsvertrages?

Ein Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten einer Arbeitnehmerin. Im Vertrag verpflichtet sich der Arbeitnehmer auf eine bestimmte (befristete) oder unbestimmte (unbefristete) Dauer zur Leistung von Arbeit. Im Gegenzug muss der Arbeitgeber ihm den Lohn bzw. eine Entschädigung entrichten. Geregelt wird der Arbeitsvertrag im schweizerischen Obligationenrecht (OR). Hier können Sie ein Muster eines Einzelarbeitsvertrages herunterladen.

Welches sind die charakteristischen Merkmale eines Arbeitsvertrages?

Ein Arbeitsvertrag zeichnet sich vor allem durch folgende vier Elemente aus:

  • Arbeitsleistung: Jeder Arbeitnehmer muss zu Gunsten des Arbeitgebers eine Arbeitsleistung erbringen. Die Art der Arbeitsleistung kann in den Schranken des Gesetzes frei bestimmt werden.
  • Dauer: Ein Arbeitsvertrag ist ein Dauerschuldverhältnis, d.h. die Arbeitsleistung ist für eine bestimmte Dauer zu erbringen.
  • Lohn: Mit gewissen Ausnahmen hat ein Arbeitnehmer als Gegenleistung für seine Arbeitsleistung Anspruch auf eine Entschädigung.
  • Subordinationsverhältnis: Der Arbeitnehmer ist wirtschaftlich und persönlich seinem Arbeitgeber unterstellt. Das wichtigste Merkmal ist hier die Weisungsgebundenheit, d.h. der Arbeitnehmer ist an die (rechtmässigen) Weisungen des Arbeitgebers gebunden und hat sich entsprechend zu verhalten.

Was muss respektive darf in einem Arbeitsvertrag geregelt werden?

Für die Entstehung eines Arbeitsvertrages bedarf es einer vertraglichen Einigung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer über den Vertragsinhalt. Grundsätzlich kann der Einzelarbeitsvertrag mündlich abgeschlossen werden, jedoch gibt es vereinzelte Ausnahmen. Beispielsweise kommt ein Lehrvertrag nur schriftlich zustande und auch andere arbeitsvertragliche Abreden sind nur gültig, wenn man sie schriftlich abgeschlossen hat.

In einem Arbeitsvertrag müssen neben den Vertragsparteien zwingend die Dauer, der Arbeitsbeginn, der Arbeitsort und die Entlöhnung geregelt werden. Falls keine Vereinbarungen über die Probezeit getroffen werden, gilt automatisch die gesetzliche Bestimmung von einem Monat. Das gleiche trifft auf die Kündigungsfristen zu. Wird hier keine anderslautende Vereinbarung getroffen, gelten die gesetzliche Fristen von sieben Tagen während der Probezeit und einem Monat im ersten Dienstjahr, zwei Monate ab dem zweiten bis und mit dem neunten Dienstjahr und ab dem zehnten Dienstjahr drei Monate.

Selbstverständlich können im Arbeitsvertrag noch verschiedene andere Punkte geregelt werden. Das OR lässt relativ viel Gestaltungsspielraum, es sei denn, der Arbeitnehmer werde unfair benachteiligt.


Kostenloser Download: Muster eines Einzelarbeitsvertrags

Letztes Update am Juli 19, 2017

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