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Die Wahl des Firmennamens

Was ist bei der Wahl der Firma zu beachten?

Eine Firma im rechtlichen Sinne ist nicht ein Unternehmen, sondern lediglich dessen Namen. Dies kann zu Verwirrungen führen, da umgangssprachlich der Begriff der Firma oft mit einer Gesellschaft gleichgesetzt wird. Juristisch gesehen bezieht sich die Firma jedoch nur auf den Namen und deshalb ist auch dieser Beitrag dem Unternehmensnamen gewidmet.

Es ist zentral, die Firma zu schützen. Sie stellt einen Vermögenwert dar und dient nicht nur der Individualisierung, sondern erfüllt auch eine Werbefunktion. Aus diesem Grunde ist es umso wichtiger einen guten und vor allem rechtskonformen Firmennamen auszusuchen.

Verschiedene Firmenarten

Bei der Wahl einer Firma kann man grundsätzlich vier Arten differenzieren:

  • Personenfirma: Diese Firma enthält den Familiennamen des Unternehmers oder Gründers. (Bsp. Nestlé)
  • Sachfirma: Hier wird auf die Dienstleistung oder die Ware, welche die Gesellschaft anbietet hingewiesen. Jedoch sind reine Sachfirmen nicht mehr zulässig. Das bedeutet, dass die Sachbezeichnung mit einem anderen Wort kombiniert werden muss. (Bsp. Schindler Aufzüge AG)
  • Fantasiefirma: Hier dient ein fiktives Wort als Firmennamen. (Bsp. Acer Inc.)
  • Gemischte Firma: Hier werden beispielsweise persönliche sowie sachliche als auch fiktive Bezeichnungen miteinander verbunden. (Bsp. AAC Computer oder Stämpfli Verlag AG)

Obligatorische Zusätze im Firmennamen

Grundsätzlich darf man in den rechtlichen Schranken die Firma frei wählen. Trotzdem gibt es einige Einschränkungen die zwingend zu berücksichtigen sind.

Das Gesetz schreibt beispielsweise vor, dass wenn bei einer Kollektiv- und Kommanditgesellschaft nicht alle Gesellschafter im Firmennamen aufgezählt werden, diese mit einem « & Co.» gekennzeichnet werden muss. Des Weiteren bedarf es einer Bezeichnung der Rechtsform bei Genossenschaften und Handelsgesellschaften. Darunter fallen unter anderem die Aktiengesellschaft, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Kommanditgesellschaft. Zudem muss eine Einzelfirma einen Zusatz haben, falls am gleichen Ort bereits ein Einzelunternehmen mit demselben Vor- und Nachnamen geführt wird.

Rechtliches Täuschungsverbot

Weiter  ist bei der Wahl der Firma das gesetzlich verankerte Täuschungsverbot zu berücksichtigen. Dies bedeutet, dass der Firmenname die tatsächlichen Verhältnisse wiederspiegeln und keine Täuschungsgefahr hervorrufen darf. Insbesondere im Zusammenhang mit dieser Schranke wird dringend empfohlen, die bestehenden Firmen auf potentielle Täuschungsgefahr zu prüfen.

Bei der Wahl des Firmennamens sind damit kaum Grenzen gesetzt, dennoch sollten die wenigen gesetzlichen Bestimmungen beachtet werden. Überdies soll genügend Zeit in die Recherche investiert werden, um zu überprüfen, ob die potentielle Firma bereits verwendet wurde oder einer anderen sehr ähnelt. Schliesslich darf das Täuschungsverbot nicht ausser Acht gelassen werden, um irreführende Firmennamen zu verhindern.

Letztes Update am Mai 22, 2017

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