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Interviewvorbereitung, Interviewführung und Interviewstruktur

Was bei der Interviewvorbereitung, Interviewführung und Interviewstruktur beachtet werden muss

Gute Vorbereitung

Entscheidend ist zunächst die gute Vorbereitung eines Interviews:

  • gute Kenntnis/Verarbeitung der eingereichten Unterlagen, der zu besetzenden Stelle und des Kundenunternehmens (für Recruiter/Executive Searcher)
  • gründliche Prüfung der Zeugnisse und entsprechende Fragen dazu notieren
  • da man einerseits möglichst viel vom Kandidaten/von der Kandidatin erfahren möchte und andererseits oft Nervosität/ Spannung vorhanden ist, sollte man eine angenehme, entspannte Atmosphäre schaffen
  • noch fehlende Unterlagen (Foto, Diplom-/Zeugniskopien usw.) anfordern
  • definieren anhand welcher Schlüsselmerkmale die Kandidaten verglichen werden sollen
  • „Rollenverteilung“: z.Bsp. der direkte Vorgesetzte schafft eine angenehme Atmosphäre, der HR Mitarbeiter oder der Fachspezialist fühlt dem Kandidaten (auf gute, faire Art) auf den Zahn
  • alle Kandidaten zeitnah einladen, 1-2 Reservetermine bereit halten, falls ein Kandidat aus unverschuldeten Gründen verschieben muss
  • Jeweils ein kurzes Debriefing nach den Interviews. Eindrücke schriftlich festhalten

 

Interviewführung

Erstes Interview:

Im ersten Interview sollten alle wichtigen Aspekte bezüglich Unternehmen, Stelle, Kandidat (Werdegang, Erfahrungen, persönliche Anliegen) usw. besprochen werden. Der Interviewer sollte aufkommende Probleme sofort ansprechen (z.Bsp. Langfädigkeit der Antworten, spezielle Gestik usw.).

Das Gespräch kann wie folgt aufgebaut werden:

  • Einstiegsfragen (für fast alle Kandidaten gleich): z.Bsp. weshalb bewerben Sie sich für diese Stelle, wie ist Ihre aktuelle Situation?
  • Gespräch öffnen (offene Fragen stellen)
  • im Laufe des Gesprächs immer wieder strukturierte Fragen, die wichtig sind, stellen, um eine Vergleichbarkeit der Kandidaten zu gewinnen
  • mit Hilfe eines Formulars wird sichergestellt, dass nichts vergessen geht
  • grossteils freies Gespräch führen, um nicht vorbereitete Antworten zu erhalten

 

Zweites, vertiefendes Interview:

In einem zweiten Interview kann mehr „Stress“ aufgebaut werden, um beispielsweise mit einem Fragenkatalog  oder kurzen Fallstudien die Analysefähigkeit, das Vorgehen und die Entscheidungsfähigkeit unter starkem Zeitdruck zu erkennen.

Oder vor dem Interview können zwei bis drei Themen (vorzugsweise für die Position aktuelle Fragestellungen) für ein Referat mit anschliessender Diskussion bekanntgegeben werden. So erkennt man Denk- und Vorgehensweise mit unbekannten und bekannten Themen.

Zwischen dem ersten und zweiten Interview sollte nicht viel Zeit verstreichen, damit der Kandidat/die Kandidatin den Eindruck einer dynamischen Firma vermittelt erhält.

 

Interviewstruktur

3 Methoden:

  • Vollstrukturierte Gespräche (Vergleich zwischen den Bewerbern möglich, man erfährt eventuell das Wichtigste nicht)
  • Unstrukturierte Gespräche (man lässt sich treiben, überlässt ev. dem Kandidaten die Gesprächsführung, kann etwas Wichtiges vergessen gehen, schwierigere Vergleichbarkeit zwischen den Kandidaten)
  • Teilstrukturierte Methode (vereinigt die Vorzüge der beiden andern Methoden)

 

Wir machen nur gute Erfahrungen mit unseren teilstrukturierten Interviews und grosser Flexibilität bei der Gesprächsführung – jeder Mensch ist ohnehin individuell und wir möchten primär den Menschen näher kennen lernen. Es zeigt sich so auch rasch, ob beim Kandidaten eine gewisse Flexibilität und Präsenz vorhanden sind.

Zudem gestalten sich die Gespräche lebendiger und spannender.

Mit dieser Gesprächsführung erfährt man mehr als mit vollstrukturierten Interviews und trägt gleichzeitig zu einer entspannten, vertrauensvollen Atmosphäre bei (der Kandidat fühlt sich als Individuum wahr- und ernstgenommen).

Innerhalb des Gespräches sind Fragen eingebaut, die gestellt werden müssen (strukturierter Teil) z.Bsp. Personalien, aktuelles – und Wunschsalär, berufliche Entwicklungswünsche usw.). Damit geht nichts vergessen. Ein grosser Teil des Gespräch ist frei (Sinn und Bedeutungsfragen) und bezieht sich auf die individuelle Person (Werdegang, Erfahrungen, persönlich Anliegen usw.).

Letztes Update am Mai 30, 2017

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