1. Home
  2. Strategie & Operations
  3. Strategie & Business Modell
  4. Die logischen Verknüpfungen hinter dem Business Modell

Die logischen Verknüpfungen hinter dem Business Modell

Logische Verknüpfungsketten

Die Darstellung des Business Modells, bzw. der zentralen Elemente (siehe Artikel «Elemente und Nutzen von Business Modells»), zeigt alleine noch keine Logik (Figur) sondern ist ein Gefäss für die Definition und Inhalte der einzelnen Elemente.

Figur 1 (Quelle: Anatol Zingg, www.in2values.ch)

Erst wenn die Elemente miteinander verknüpft werden, entsteht eine Logik. Es empfiehlt sich, jeweils logische Verknüpfungsketten zu analysieren, bzw. zu designen. Hier ein paar Beispiele:

  • Produkt – Kunde – Revenue Stream: welche Produkte werden welchen Kunden angeboten und wie wird das Geld verdient.
  • Technologie – Kernkompetenzen – Services: mit welchen Kernkompetenzen in welchen Technologien werden welche Dienstleistungen angeboten.
  • Kernressourcen – Kostenstruktur – Investoren: welche Ressourcen besitzt das Unternehmen, welche Assets werden gemietet und wie wirkt sich dies auf die Kostenstruktur und somit auf die Investorenzufriedenheit aus.

Bedeutung von Verknüpfungsketten

In den Medien, in Enterpreneur Workshops, in der Startup Szene und an den Universitäten wird oft von neuen Business Modellen gesprochen und fleissig werden Business Modelle gemalt und entwickelt. Ein Business Modell selber ist jedoch weder ein Wettbewerbsvorteil noch der heilige Gral zum erfolgreichen Geschäft.

Ein Beispiel: Ein Vergleich von Online-Händlern

Wenn die wichtigsten Elemente der Business Modelle verglichen werden, sind die Unterschiede oft marginal. Alle sprechen ähnlichen Kundensegmente an, pflegen ähnliche Kundenbeziehungen, benützen ähnlichen Kanäle, bieten ähnliche Produkte und Dienstleistungen, wie Rückgaberecht, etc., an.

Worin besteht dann die Differenz? Sie besteht in den Verknüpfungsketten hinter dem Business Modell. Mit anderen Worten: erst die Verknüpfung der Elemente, Sub-Modelle sowie die Gestaltung der Prozesse und der Organisation bringt die Differenzierung zu den Mitbewerbern.

Fazit: Business Modelle und logische Verknüpfungsketten gehören unzertrennbar zusammen. Nur dadurch ergeben sich signifikante Potentiale und kommt die Stärke eines Business Modells zur Entfaltung.

Mehr davon finden Sie auch in den Artikeln «Das «Mutter Business Modell und ihre Kinder» und «Business Modell Innovation und Design».

Tipps

  1. Investieren Sie die Zeit in die Analyse und Design von Verknüpfungsketten, weniger in die detaillierte Ausgestaltung der Business Modell Elemente.
  2. Zahlen und Fakten wie Prozesszeiten, Medienbrüche (z.B. Applikationslandschaften, etc.) unbedingt einfliessen lassen und in den Zusammenhang bringen.
  3. Bei der erstmaligen Durchführung solcher Workshops empfiehlt es sich, einen externen Facilitator/Moderator beizuziehen.
Letztes Update am August 22, 2017

War dieser Artikel hilfreich?

Ähnliche Artikel

Leave a Comment