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Zentrale Elemente und Nutzen eines dokumentierten Business Modells

Zentrale Elemente und Nutzen eines dokumentierten Business Modells

Die zentralen Elemente des Business Modells

Es gibt keine eindeutigen, globalen Standards wie ein Business Modell definiert ist. Grundsätzlich bildet ein Business Modell die Logik/Design ab, nach welcher ein Unternehmen sein Geschäft betreibt. Dabei sind die zentralen Elemente (Figur 1) das

  • WAS (Value Proposition: was bietet das Unternehmen am Markt an?): Produkte, Systeme & Lösungen, Services, Technologie & Wissen, Lizenzen & Rechte, Assets & Kapital
  • WER (Business Partner: wer ist alles involviert, damit das Unternehmen erfolgreich sein kann?): Kunden, Partner, Lieferanten, Investoren, Verbände, Regierungen, etc.
  • WIE (Operating Model: wie funktioniert das Unternehmen, damit am Ende ein Gewinn bleibt?): Märkte & Revenue Streams, Organisation & Struktur, Kompetenzen und Technologien, Prozesse& Steuerung, Infrastruktur & IT Systeme, Kapital- & Kostenstruktur

 

Figur 1 (Quelle: Anatol Zingg)

Beim Abbilden oder der Entwicklung eines Business Modells ist es unerheblich, ob selber ein Framework entwickelt wird (wie z.B. Hilti) oder ob man auf ein existierendes Framework zurückgreift (z.B. das Business Model Canvas von Osterwalder, das Business Modell Framework der Universität St. Gallen, www.in2values.ch, etc.).

Was ist der Nutzen eines dokumentierten Business Modells?

Richtig – ein dokumentiertes Business Modell generiert keinen Umsatz. Es ist jedoch als Strategie- und Führungselement eine oft unterschätzte Stütze:

  1. in Bezug auf die Zukunft (Re-Design): schnell wechselnde Marktbedingungen und der digitale Wandel haben enormen Einfluss auf das Business Modell – die nötigen Logikänderungen können in einem Business Modell Framework effizient erkannt und neu designed werden. Z.B. kann es äusserst wichtig sein zu erkennen, ob wegen Marktveränderungen eine Schlüsselkompetenz fehlt wie z.B. Digitalisierung der Produkte.
  2. als Innovationsquelle: nicht nur das Produkt und der Service verschaffen einen Wettbewerbsvorteil, sondern z.B. effektive Distributionskanäle, effiziente Logistikketten, automatisierte Prozesse, etc.
  3. als Wegweiser für das Kader und die Mitarbeiter (Organisation/Kultur): gemeinsame Vorstellung, wie das Geschäftslogik funktioniert. Nicht selten «geistern» ebensoviele Business Modelle herum wie das Geschäft Kadermitglieder hat

Wichtig ist, dass das Business Modell graphisch und selbsterklärend dargestellt wird. Es kann z.B.  folgendermassen (Figur 2) aussehen:

Figur 2

Limiten eines Business Modells

Das Business Modell kann/sollte als zentrales Framework dienen, es ist jedoch kein Ersatz für andere Methoden wie PEST-Analysen, etc., sondern eine Ergänzung. Im Weiteren, und sei es noch so detailliert, ersetzt das Business Modell weder ein Strategiepapier noch ein sorgfältig aufgesetztes Transformationsprojekt.

Tipps fürs Business Modell

  1. Oft empfiehlt es sich, nicht das ganze Business Modell detailliert zu durchleuchten, sondern sich auf einzelne Elemente zu konzentrieren. Z.B. neue Marketingtechnologie: hier sind die Elemente Customer Relationship, Kernkompetenzen und Kunden wichtig.
  2. Workshop-Teilnehmer gut selektieren – und ihren Analysen und Ideen keine engen Rahmen setzen.
  3. Zahlen und Fakten: unbedingt einfliessen lassen und im Zusammenhang hinterfragen (Kostenstrukturen, Revenue Streams, etc.).
  4. Ein externer Facilitator/Moderator zahlt sich in vieler Hinsicht aus: Mehrwert und gezieltere Analysen, Aussenperspektive «Blitzableiter», neutrale Workshop Moderation, effektives und effizientes Leiten der Business Modell Workshops, bringt weitere Tools mit.
Letztes Update am August 22, 2017

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