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Die Basics des Supply Chain Management

Was heisst Supply Chain Management?

Supply Chain Management befasst sich mit der optimalen Gestaltung von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten.
Dabei geht es um die Organisation und Gestaltung der Informations-, Waren- und Wertströme an den Schnittstellen und innerhalb der Unternehmen.

Graphik: Die Elemente des Supply Chain Managements

Beschreibung der Elemente

Planung: Vorausschauend planen, handlungsfähig bleiben

Kundenspezifische Variantenvielfalt, hohe Nachfrageschwankungen und immer kürzere Produktlebenszyklen – dies bei steigendem Termin- und Kostendruck. Die Konsequenz daraus sind hohe Lagerbestände entlang der gesamten Supply Chain. Unzuverlässige Absatzprognosen des Verkaufs und auslastungsorientierte Planungen der Produktion unterstützen dieses Phänomen. Rückläufige Gewinne sind die Konsequenz. Mit dem integrierten Ansatz des Sales & Operations Planning können diese Herausforderungen gemeistert werden.

Beschaffung: Best Value Sourcing – mehr als Preise verhandeln

Globaler Wettbewerb und ein volatiles Marktumfeld bedingen eine Neuausrichtung der Beschaffung. Die richtigen Wertschöpfungspartner unter dem TCO-Aspekt auszuwählen und zu integrieren ist die Herausforderung. Es gilt, differenzierte Strategien für unterschiedliche Warengruppen zu nutzen. Mit einer intelligenten Supply-Chain-Konfiguration wird das solide strategische Fundament für den Beschaffungsbereich gelegt, damit das Unternehmen auch in Zukunft in einem hart umkämpften Markt erfolgreich bestehen kann.

Produktion: Die Stärken des eigenen Unternehmens optimal ausspielen

Hohe Produktivität, Innovationskraft und günstiges Kapital in Kombination mit dem sinnvoll regulierten Arbeitsmarkt sind die Vorteile des Produktionsstandortes Schweiz. Über den konsequent strategischen Make-or-Buy-Ansatz wird die optimale, konkurrenzfähige Fertigungstiefe definiert. Mit einer Produktionsstrategie, die auf strategische Kompetenzen fokussiert und leistungsfähige Wertschöpfungspartner intelligent einbindet, können Wettbewerbsvorteile gesichert und die Grundlage für das Erschliessen neuer Märkte geschaffen werden.

Distribution: Das Tor zum zufriedenen Kunden

Ob zentrale globale Belieferung oder eine marktnahe, hochagile Lösung – der Spagat zwischen minimalen Beständen, höchstmöglicher Lieferbereitschaft und Kostenführerschaft stellt die tägliche Herausforderung in der Distribution dar. Frequenzstarke Transportnetzwerke erlauben eine Konzentration, die steigenden Ansprüche an die individuelle Ausrichtung auf Märkte oder einzelne Kundengruppen wirken dagegen.

IT & Systeme: Prozesse und Systeme erfolgreich auf die Supply Chain ausrichten

Die IT-Systeme und -Anwendungen müssen das Steuern und Kontrollieren der Supply Chain durch transparente Informationsflüsse entlang der Wertschöpfungskette unterstützen. Durchgängigkeit der Informationen über die Unternehmensgrenzen hinweg und konsistente Daten sind entscheidend für das optimale Funktionieren der Supply Chain.

Eine optimal konfigurierte Supply Chain ist ein zentrales Element eines erfolgreichen Businessmodells

Innovative Supply Chains zeichnen sich aus durch starke Kundenorientierung, exzellente Performance sowie hohe Flexibilität und Agilität gegenüber neuen Markt- und Umfeldanforderungen.

Die Entwicklung der Supply Chain vom Kosten- zum Erfolgsfaktor ist integraler Bestandteil jeder Wettbewerbsstrategie und eine entscheidende Basis für ein erfolgreiches Businessmodell

Tipps und Tricks

  1. Basierend auf einem Businessmodell und der Unternehmensstrategie muss eine entsprechende Supply-Chain-Strategie abgeleitet werden
  2. Je nach Kundenstruktur sowie Produkt- und Service-Portfolio können durchaus verschiedene Supply Chains definiert werden:
    > Supply-Chain-Segmentierung
    > Supply-Chain-Konfiguration
  3. Kundennutzen immer im Fokus behalten: Die Supply Chain soll einen optimalen Beitrag zum Kundennutzen leisten und durch eine effiziente Organisation wesentlich zum Unternehmenserfolg beisteuern
  4. Zu einer Supply-Chain-Strategie müssen auch Überlegungen angestellt werden, was selber gemacht (Kernkompetenz) und was extern organisiert werden soll:
    > Make or Buy / Outsourcing / Insourcing
  5. Kunden- und Lieferantennetzwerke müssen in die gesamte Wertschöpfungskette eingebunden werden:
    > End-to-End Supply Chain
  6. Neue Technologien (Digitalisierung) erlauben neue Ansätze für reaktionsschnelle und agile Supply Chains:
    > Digital Readiness
  7. Messen und verbessern: Kennzahlen entlang der Wertschöpfungskette erlauben die Leistung der Supply Chain zu messen und auch zu verbessern:
    > Supply-Chain-Monitor
Letztes Update am September 12, 2017

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